Sniffin‘ Sticks auf Papier

Weil Personal im klinischen Umfeld oft knapp ist, wurde in der Vergangenheit getestet, ob der 16-Riechstifte-Identifikationstest vom Patienten auf Papier „geschrieben“ werden kann, damit Kontakt mit der Nase ausgeschlossen werden kann. Es wurde kein signifikanter Unterschied zwischen der Standardmethode und der Riechstoff-auf-Papier-Methode festgestellt (1). In einer neueren Studie wurde auch die Anwendung des Diskriminationstests auf Papier als vergleichbar befunden (2). Der Schwellentest ist nur eingeschränkt vergleichbar, weil wegen des fehlenden Assistenten ein anderer Testverlauf angewendet werden musste. Daher ist es zu diesem Zeitpunkt offen, ob ein assistierter Schwellentest auf Papier vergleichbar ist.
Angesichts der Corona-Pandemie ist zu empfehlen, diese Methode auch mit Assistent anzuwenden, um Kontamination der Sniffin‘ Sticks zu verhindern.
Burghart Messtechnik wird in Kürze Papierstreifen aus Zellstoff-Papier zum Auftragen des Duftstoffes anbieten. Die Sniffin‘ Sticks sind für mindestens 1000 Streifen ausreichend, die Haltbarkeit ist aber möglicherweise verkürzt.
 
1- Christian A. Mueller, Elisabeth Grassinger, Asami Naka, Andreas F.P. Temmel, Thomas Hummel, Gerd Kobal. A Self-administered Odor Identification Test Procedure Using the “Sniffin' Sticks”. Chemical Senses 31,6 595–598 (2006). https://doi.org/10.1093/chemse/bjj064

2- Besser, G., Liu, D.T., Renner, B. et al. Self-Administered Testing of Odor Threshold and Discrimination Using Sniffin’ Sticks—Reviving the “Odor-Curves-On-Paper” Method. Chem. Percept. 13, 71–77 (2020). https://doi.org/10.1007/s12078-019-09263-x

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